Schneebedeckte Gipfel brechen das blasse Licht.

An den glatten Felsen rollt es ins Tal.

Die Wintersonne wandert indes mühsam über jeden Grat

Und bleibt schliesslich auf dem letzten hocken.

Die gute, alte Sonne.


Sie belächelt den frühen Spaziergänger.

Der entschlossen der Kälte trotzt.

Der sich durch die frostige Schneewüste schiebt,

Die Berge hinauf, die Kamera am Auge.

Einzig um des wunderbaren Panoramas willen.


Doch er hält inne.

Er kann die Schönheit nicht fassen.

Kann sein Auge nicht davon lösen.

So hat er es sich immer erträumt.

Die Pracht des eisigen Wintermorgens.


Hier scheint die Zeit eingefroren.

Ist es noch gestern oder schon morgen?

Hat das neue Jahr hier schon begonnen?

Weiss der Hase, weiss das Reh es auch?

Da sinkt er fragend nieder.


Der Frost hat Boden, Schnee und jeden Strauch

Mit eisigen Kristallen gespickt.

Sie funkeln strahlend in der aufgehenden Sonne.

Und der Wanderer, was ist mit ihm?

Er kehrt zurück ins Tal, von Ehrfurcht ergriffen.